Zum letzten Mal aktualisiert am
Hitzewelle: Verlängerung der roten Warnstufe bis Sonntag 07:00 Uhr
Angesichts der Wettervorhersagen, die ein Anhalten außergewöhnlich hoher Temperaturen in den kommenden Tagen bestätigen, hat die Cellule d’évaluation des risques intempéries et inondations (CERI), die sich am Donnerstagnachmittag erneut versammelt hat, beschlossen, die rote Warnstufe bis Sonntag 07:00 Uhr zu verlängern, und ruft die Bevölkerung zu größter Vorsicht auf.
Die Temperaturen werden in den nächsten Tagen weiter ansteigen, mit einem Höhepunkt am Samstag. Die Höchstwerte könnten lokal bis zu 40 °C erreichen oder diese sogar überschreiten, insbesondere in städtischen Gebieten und im Moseltal.
Auch die Nachttemperaturen bleiben außergewöhnlich hoch, mit mehreren aufeinanderfolgenden Tropennächten. Die Nacht von Samstag auf Sonntag dürfte die heißeste Phase darstellen, mit Minimalwerten von lokal etwa 24–26 °C.
Operative Lage
Seit dem vergangenen Wochenende ist die Einsatzaktivität des CGDIS gestiegen. Gestern hat sich dieser Anstieg verstärkt: Infolge der Verschärfung der Hitzewelle nahm die Zahl der Einsätze um nahezu 70 % im Vergleich zum Durchschnitt zu.
Das CGDIS weist zudem darauf hin, dass aufgrund der ausgetrockneten Vegetation und der hohen Temperaturen das Risiko von Vegetationsbränden stark erhöht ist.
In den letzten Tagen wurde im Zusammenhang mit den hohen Temperaturen ein Anstieg der Notaufnahmen festgestellt. Derzeit bleibt die Lage in den Krankenhäusern jedoch insgesamt unter Kontrolle. Da sich die Auswirkungen einer Hitzewelle oft verzögert verstärken, ist in den kommenden Tagen mit einer weiteren Belastung der Rettungs- und Gesundheitsdienste zu rechnen.
Die CERI ruft die Bevölkerung daher auf, ein hohes Maß an Wachsamkeit beizubehalten, weiterhin die Präventionsmaßnahmen einzuhalten und besonders auf gefährdete Personen zu achten, insbesondere ältere oder alleinstehende Menschen, Kleinkinder, sozial benachteiligte Personen sowie Menschen mit gesundheitlichen Problemen.
Sportveranstaltungen: Verschiebung oder Absage empfohlen
Angesichts der für dieses Wochenende erwarteten außergewöhnlichen Wetterbedingungen ruft das Sportministerium bei Sportveranstaltungen zu größter Vorsicht auf.
Es empfiehlt den Organisatoren, wenn die Sicherheitsbedingungen nicht gewährleistet werden können, die betroffenen Aktivitäten vorzugsweise zu verschieben oder abzusagen und gegebenenfalls mit größter Sorgfalt die Durchführung, den Ablauf und die Organisation von Wettkämpfen, Veranstaltungen und Sportversammlungen im Freien neu zu bewerten sowie alle erforderlichen Maßnahmen zu ergreifen, um die Sicherheit der Teilnehmer und des Publikums zu gewährleisten.
Verhaltenshinweise
Die öffentlichen Behörden erinnern an folgende Verhaltensregeln:
- Trinken Sie viel Wasser und regelmäßig über den Tag verteilt (mindestens 1,5 l pro Tag)
- Vermeiden Sie Alkohol
- Vermeiden Sie es, während der heißesten Stunden (11–21 Uhr) nach draußen zu gehen (direkte und längere Sonneneinstrahlung)
- Halten Sie tagsüber Rollläden, Vorhänge und Fenster geschlossen und lüften Sie nachts
- Bedecken Sie Ihren Kopf im Freien
- Tragen Sie leichte Kleidung
- Begrenzen Sie Ihre körperlichen Aktivitäten
- Nutzen Sie Ventilatoren oder Klimaanlagen zur Abkühlung
- Halten Sie sich möglichst an kühlen oder klimatisierten Orten auf (Einkaufszentren, Kinos usw.)
- Befeuchten Sie Ihren Körper mehrmals täglich (Sprühflasche, Dusche usw.)
- Halten Sie regelmäßigen Kontakt mit gefährdeten Personen in Ihrem Umfeld und begleiten Sie diese an einen kühlen Ort
Medikamente: Einige Behandlungen können die Empfindlichkeit gegenüber Hitze erhöhen, zur Dehydrierung beitragen oder bei hohen Temperaturen schlechter verträglich sein. Ändern Sie Ihre Behandlung niemals ohne ärztlichen Rat, vermeiden Sie Selbstmedikation und fragen Sie im Zweifelsfall Ihren Arzt oder Apotheker.
In diesem Zusammenhang weist die Präventionsabteilung der Unfallversicherungsanstalt (AAA) darauf hin, dass sie einen spezialisierten Beratungsdienst für landwirtschaftliche Betriebe anbietet. Diese Unterstützung hilft, Risiken für Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz – insbesondere im Zusammenhang mit Hitzeperioden – zu identifizieren, geeignete Präventionsmaßnahmen umzusetzen und die Einhaltung gesetzlicher Verpflichtungen zu gewährleisten.
Weitere Informationen zu Verhaltensweisen im Zusammenhang mit Vegetations- und Waldbränden, Sportveranstaltungen sowie zur Einsatzbilanz des CGDIS werden von den zuständigen Behörden mitgeteilt.
Die CERI wird die Lage weiterhin genau beobachten und am Samstagmorgen erneut zusammentreten.
Weitere Informationen:
www.infocrise.lu ; www.lu-alert.lu ; https://santesecu.public.lu/fr/urgences-gardes.html ; http://santesecu.lu/canicule
Teilnehmer der CERI: Haut-Commissariat à la protection nationale (HCPN), MeteoLux, Gesundheitsdirektion, Corps grand-ducal d’incendie et de secours (CGDIS), Großherzogliche Polizei, Luxemburger Armee, Ministerium für Bildung, Kinder und Jugend, Innenministerium, Zoll- und Verbrauchsteuerverwaltung, Gewerbe- und Grubenaufsicht, Sportministerium, Ministerium für Familie, Solidarität, Zusammenleben und Aufnahme
Mitgeteilt von der CERI